3. AUTOHAUS Zukunftskongress in München

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München, 11. & 12.11.2019

Der Digitalisierungszug rollt unaufhaltsam durch die Autobranche – und er nimmt immer mehr Fahrt auf. Getrieben durch gesetzliche Vorgaben, technische Entwicklungen und veränderte Kundenerwartungen stecken Händler und Hersteller inmitten eines dramatischen Umbruchs. Wie die Markteilnehmer selbst Tempo bei der Neuausrichtung ihrer Geschäfte machen können und auch wollen, stand am Dienstag im Zentrum des 3. AUTOHAUS Zukunftskongresses in München.

Die Zukunftsgestaltung in einem mittelständischen Familienbetrieb skizzierte Nina Eskildsen den rund 170 Teilnehmern in der Allianz Arena. Nach Ansicht der geschäftsführenden Gesellschafterin des Autohauses Eskildsen reichen Herkunft und Tradition nicht mehr aus, um künftig am Markt erfolgreich zu bestehen. „Wir müssen uns intensiv mit der neuen Mobilität auseinandersetzen und auch Dinge ausprobieren“, so die Kfz-Unternehmerin. Dienstleistungen wie Carsharin oder Mietwagen könnten auch für Kfz-Betriebe aus dem ländlichen Raum sinnvoll sein.

Mit Blick auf offene Fragestellungen bei Online-Vertrieb und Elektromarge beklagte Eskildsen, die auch Präsidentin des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein ist, die fehlenden Planungssicherheit für den Handel: „Wir leben in Zeiten größter Verunsicherung.“ Umso mehr müsse man sich den Zukunftsthemen öffnen und beschleunigen. Bis auf wenige Ausnahmen sei das Kfz-Gewerbe noch „viel zu langsam“ unterwegs.

Um Offline- und Online-Welt bestmöglich zu verknüpfen, sollte der Handel beide Wege intensiv beschreiten. Eskildsen: „Wir müssen investieren – in den Verkaufsberater im Showroom ebenso wie in den Spezialisten für E-Commerce.“ Um mehr Freiräume für strategische Entscheidungen im digitalen Wandel zu schaffen, habe man der zweiten Führungsebene im Betrieb eine größere Verantwortung übertragen. Dieser Prozess stehe aber erst am Anfang. Als ein weiteres wichtiges Instrument erachtet die Händlerin Kooperationen zwischen Autohäusern, bis hin zu Fusionen. „Aus ehemaligen Konkurrenten können Partner werden. Zudem weitet der Austausch untereinander den Blickwinkel.“

Skoda-Manager Arno Kalmbach nannte herstellereigene Ökosysteme als Haupttreiber für bestehende und neue Geschäftsmodelle in der Branche. Die Bausteine des tschechischen Autobauers seien Mobilitätsdienste, Konnektivität und der digitale Kunde. Skoda habe sich bis 2025 zum Ziel gesetzt, Online-Produkte und IT-Systeme über das dreistufige Vertriebssystem zu vereinheitlichen und konsequent am Kunden auszurichten, so der Leiter Customer Experience Management. Schlüsselfaktor sei dabei die gemeinsame Datennutzung mit dem Handel. Kalmbach: „Das Teilen von Kundenbeziehungen braucht Vertrauen zwischen den Partnern. Und: Alle Händler müssen Teil des Systems sein.“

 

lesen Sie den gesamten Artikel in der AUTOHAUS Ausgabe 23-24/2019

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